Der Knabe Werner verlässt "seine" Kapelle

22.02.2012

Im Jahr 1732 wurde der barocke Altar für die Wernerkapelle geschaffen, die damals auch eine barocke Dachhaube erhielt. Um das Jahr 1845 wird das zentrale Bild von dem Kirchenmaler Molitor aus Koblenz neu gemalt und in den Altar gebracht.

1950 werden die beiden Heiligen Franziskus und Antonius, die rechts und links in Nischen standen, durch zwei barocke Bilder von Sebastian und Rochus ersetzt. Gleichzeitig erhält der Altar auch einen neuen Tabernakel.

1959 schreiben die beiden Trierer Professoren Iserloh und Pauly kritische Artikel über die Wernerverehrung in Oberwesel. Daraufhin wird die Wernerprozession an seinem Festtag, dem 19. April, untersagt. Der heilige Werner, der offiziell nie heilig gesprochen wurde, wird aus dem Trierer Heiligenkalender gestrichen, und das Steinrelief außen an der Kapelle, das das Martyrium der Werner zeigt, wird in die Michaelskapelle gebracht.

1998 benennt sich das St.-Werner-Krankenhaus in Loreleyklinik um. Diese romantische Mythe konnte die Kirche leider nicht als Patronin übernehmen, als sie die Kapelle innen renoviert und restauriert hatte. In einer demokratischen Versammlung wurde Mutter Rosa (Margarete Flesch), die Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, die kurz vorher selig gesprochen wurde, als neue Patronin ausgewählt.

 

Bescheiden, wie sie auch in ihrem Leben war, stand sie nun einige Jahre bildlich neben dem Volksaltar, während der Knabe Werner noch mitten im Hochaltar residierte. Die Kirchengemeinde als Besitzerin der Mutter-Rosa-Kapelle/ Wernerkapelle vergab den Auftrag, den Hochaltar zu restaurieren an den Restaurator Holly aus Kruft.

Am Mittwoch, den 18.01.2012 baute Hr. Holly den Hochaltar ab, und nahm ihn zur Restaurierung mit nach Kruft. Das Wernerbild und die beiden Bilder von Sebastian und Rochus bleiben in Oberwesel, und Pastor Jakobs verabschiedete den Werner aus „seiner“ Kapelle. Das Mutter-Rosa-Bild wurde nun in die Mitte des Gerüstes gezogen, sodass nun die neue Patronin auch die Übersicht über die ganze Kapelle hat. Die Weinsegnung am 3. Weihnachtstag war damit der letzte große Auftritt des Knaben Werner.

Was geschieht nun mit ihm? Die Kirchengemeinde hat Überlegungen, die gesamten Wernerskulpturen, -figuren und –bilder in einer Ausstellung für die Zukunft zu sammeln, die evtl. ihren Platz in dem wiederaufgebauten Kapitelsaal hinter der Liebfrauenkirche finden kann.

Der Altar wird nun restauriert und soll nun Ende Juli in frohen barocken Farben wieder in der Kapelle erscheinen. Wir müssen allerdings Franziskus und Antonius wieder finden, und ein neues Mutter-Rosa-Bild für die zentrale Mitte muss geschaffen werden.

Loreley-Seniorenzentrum Oberwesel

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